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EVVC GreenGlobe Certified

DB Hinweis Oekostrom

 

Die FILDERHALLE Leinfelden-Echterdingen hat im Jahr 2015 wieder ihre Umweltaktivitäten und ihre Umwelttauglichkeit prüfen lassen und sich einer Nachhaltigkeitszertifizierung nach den international anerkannten Kriterien der „Green Globe Certification“ unterzogen.

Als Partner wählte die FILDERHALLE die Organisation Green Globe, die in einer Vereinbarung mit dem Europäischen Verband der Veranstaltungs-Centren e.V. (EVVC), dem Dachverband der Hallen in Europa, ein einheitliches Zertifizierungssystem für alle Hallen und Veranstaltungsstätten anstrebt. Gemeinsam entwickelten sie ein spezielles Zertifizierungsverfahren zum Thema Nachhaltigkeit für Veranstaltungshäuser.

Green Globe ist das weltweit führende Unternehmen zur Zertifizierung der ökologischen Nachhaltigkeit mit international anerkannten Standards für die Tagungs- und Tourismus- wirtschaft. Green Globe wurde als assoziiertes Mitglied der United Nations World Tourism Oranization (UNWTO) anerkannt. Der World Travel & Tourism Council (WTTC) ist mit 5 Prozent Anteilseigner von Green Globe International. Green Globe unterstützt Unternehmen dabei, ihre soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit zu verbessern und eine unabhängige Anerkennung zu bekommen.

Green Globe Certified

 

Der Zertifizierungsprozess fand erstmals Ende Juli statt. Die FILDERHALLE Leinfelden-Echterdingen konnte dabei eine überdurchschnittliche Erfolgsquote in der Erfüllung des Kriterienkatalogs für sich verbuchen. „Wir haben 92 Prozent der Kriterien erfüllt, obwohl nur 51 Prozent gereicht hätten, um das Zertifikat zu bekommen“, freut sich Nils Jakoby, der Geschäftsführer der FILDERHALLE.

Insgesamt gibt es 248 Zertifizierungskriterien, die sich aus folgenden Bereichen zusammensetzen: Abfall, Energie und Wasser (70 Prozent), Corporate Social Responsibility (20 Prozent) und Erhaltung (10 Prozent).

Zertifizierungskriterien im Einzelnen:

  • Abfall/Müll, z.B. Mülltrennungsverfahren, Abfallvolumen, Ziele, Recyclingverfahren
  • Gebäude/Anlage, z.B. Qualitätsstandards, Gesundheits- und Sicherheitsbedingungen
  • Aus- und Weiterbildung, z.B. im Bereich Umweltschutz
  • Einkauf, z.B. umweltfreundliche Einkaufsrichtlinien, Fair Trade Produkte
  • Emissionen, z.B. Fuhrpark, umweltfreundliche An- und Abreise
  • Energie, z.B. Ziele, monatliche Kontrolle Energieverbrauch, Einsatz erneuerbarer Energien, Beleuchtung innen und außen, Klimaanlage, Fenster
  • Kommunikation, z.B. umweltfreundliche Werbematerialien, Kunden erhalten eine Liste umweltfreundlicher Lokale, Geschäfte, Aktivitäten
  • Kultur, z.B. keine Sozial-, Geschlechter-, Rassendiskriminierung
  • Luftqualität/Lärmschutz, z.B. keine schädlichen Sprühmittel, Geräuschkulisse
  • Reinigung, z.B. Verwendung biologisch abbaubarer Reinigungsmittel
  • Richtlinien, z.B. zur Nachhaltigkeit, ethische Vorgaben, Versicherungspolicen,
  • Reduzierung, z.B. Ziele im Energieverbrauch
  • Wasserverbrauch, z.B. Verbrauchreduzierung, Ziele, ToilettenanlagenTagungen

Die Zertifizierung ist als Anfang eines Entwicklungsprozesses zur Nachhaltigkeit gedacht, der stetig weiter entwickelt und verbessert werden soll. Die Maßgaben sind, jedes folgende Jahr 3 Prozent an Verbesserungsmaßnahmen in Bezug auf die Zertifizierungskriterien zu erreichen. Außerdem können vor allem auch zahlreiche kleinere Maßnahmen, wie beispielsweise Einkaufsrichtlinien und Arbeitsanweisungen, zum ökologisch sinnvollen Verbrauch von Energie führen. Oder kleinere technische Veränderungen, wie Bewegungsmelder bei der Beleuchtung, erzeugen Nachhaltigkeit, ohne dass gleich große Investitionen getätigt werden müssen, führt Jakoby weiter aus.

Bereits 2007 wurde die FILDERHALLE an das moderne Blockheizkraftwerk des Hallenbads angeschlossen. Das Blockheizkraftwerk wird im Verbund von FILDERHALLE, Hallenbad und Schule genutzt. Die erzeugte Wärme wird zum Heizen eingesetzt. Als Nebenprodukt wird Strom produziert, der dann in den Verbund eingespeist wird. Durch das Blockheizkraftwerk konnte der Wirkungsgrad von 80 Prozent auf 92 Prozent gegenüber der alten Anlage verbessert werden.

Seit 2012 ist die Realisierung eines durchgehend nachhaltigen Veranstaltungskonzeptes möglich, das sogenannte „Green Meeting“, so Jakoby. Bei einer „Green Meeting“-Veranstaltung soll dem Kunden von der Anreise über Verpflegung und Technik ein durchgehend ökologisches Konzept angeboten werden. Im Besonderen sollen bei den Green Meetings beim Catering ausschließlich Produkte regionaler Herkunft (Transportweg nicht weiter als 100 km) angeboten werden, so Jakoby.

Des Weiteren wurden erste Investitionen für eine effiziente und energiesparende Bühnenbeleuchtung mit LED Scheinwerfern getätigt. Aufgrund der hohen Leistungswerte der Bühnenscheinwerfer ist hier mit den größten Einsparungen im Energieverbrauch zu rechnen. Für dieses Jahr ist die Installation von LED Lampen bei der Saalbeleuchtung im Kleinen Saal geplant. Hierdurch lassen sich bis zu 85 Prozent des Energieverbrauchs und über 1000 Tonnen CO2 in den kommenden 15 Jahren einsparen.

Die Geschäftsführung und das Team der FILDERHALLE schätzen sich glücklich, mit der EVVC Green Globe Zertifizierung einen wichtigen Beitrag hinsichtlich der eigenen sozialen Verantwortung zur Nachhaltigkeit leisten zu können und damit gleichzeitig der steigenden Nachfrage nach ökologisch sinnvollen Veranstaltungskonzepten gerecht zu werden.

Inzwischen sind mehr als 27 Häuser deutschlandweit zertifiziert oder in der Zertifizierungsphase. Die FILDERHALLE Leinfelden-Echterdingen ist eines der ersten Häuser der Region Stuttgart bzw. im Südwestdeutschen Raum, das mit der EVVC Green Globe Zertifizierung ausgezeichnet wurde, so Jakoby.

Hier können Sie sich unseren Nachhaltigkeits-Management-Plan anschauen: Nachhaltigkeits-Management-Plan (PDF 389KB)

Hier können Sie sich unseren Fortschrittsbericht zum Nachhaltigkeitscodex „fairpflichtet“ anschauen:

Fortschrittsbericht zum Nachhaltigkeitscodex (PDF 118KB)